03 August 2012

kunst im garten



Dieses wunderbare Teilchen aus Weide (denk ich doch) steht in West Dean im College-Park. Sicher von Studenten gebaut – das hätte ich auch gern!

west dean im august






Am Wochenende war ich in West Dean gucken, was aus meinen Pflanzenbabys geworden ist! Sehen auf jeden Fall besser aus als befürchtet, nachdem von dort in den letzten Wochen eine Horrormeldung nach der anderen kam. Dauerregen die letzten drei Monate, Niederschlagsmenge im Juni weitaus höher als alle Juniwerte seit Beginn der Wetteraufzeichnung, was die Schnecken (ah – dort sind die also alle ...) nicht gefressen haben, raffen diverse Pilze hinweg ... Zu guter letzt wurde dann noch das große Chilli Festival in West Dean – das eigentlich dieses Wochenende hätte stattfinden sollen und der Hauptgrund meines Besuchs war – abgesagt bzw. auf August verschoben. Weil der Garten nicht in absoluter Topverfassung ist, weil alles viel zu spät dran ist, weil die Wiesen zum Parken immer noch unter Wasser stehen.

Trotz allem sieht der Garten fantastisch aus (na gut, die Tomaten haben Braunfäule, die Zwiebeln Rost ...) und MEINE Stauden haben Bonsaiformat im Vergleich zu denen in West Dean ,-) Den Pfirsichen, mit deren Pflege ich viele Stunden verbracht habe, sehen aus wie gemalt. Und LILA LUZI, die Chili, die ich aus Deutschland mitgebracht habe, ist eindeutig erwachsen geworden!

der garten der doschkas




Ich kenn ihn ja eigentlich schon, diesen wunderbaren Garten in der Nähe von Rottenburg, aber ich bin jedes Mal von Neuem fasziniert. Da dieser Garten nicht wirklich öffentlich ist und man nur mit einer Führung rein kommt und/oder wirklich gute Connections haben muss, nehme ich jede Gelegenheit zu einem Besuch dort wahr. Neulich war so eine :-)


Auf inzwischen über drei Hektar haben Roland und Gabi Doschka ein echtes (und preisgekröntes) Paradies geschaffen mit ganz unterschiedlichen Gartenräumen. Der Hammer sind einige wirkliche Pflanzenraritäten wie z.B. ein 100jähriger Buchs (der linke, ganz frisch beim Frisör gewesen) aus sowjetischer Hand. Herr Doschka kann dazu dann wunderbare Geschichten erzählen. Zum Beispiel die, wie man nach Sissinghurst-Prinzip einen 1A englischen Rasen kriegt. Und wie´s eben manchmal daneben geht. Oder dass er 50 als winterhart deklarierte Sorten Lavendel aus DER Lavendel-Nursery Englands getestet hat – 20 Sorten davon haben bestanden und bewachsen nun zusammen mit Alium die Böschung, die zum neueren Teil des Gartens führt. Oder die, dass er die Steine einer abgerissenen sächsischen Sandsteinbrücke in seinen Garten transportieren ließ ... Ein wichtiger – und ich glaube auch sehr berühmter – Teil des Doschka-Gartens ist der dem Monetschen Garten in Giverny nachempfundene. In Giverny stehen längst nicht mehr die von Monet verwendeten Original-Pflanzensorten, im Doschka-Garten schon. Also – ich kann euch einen Besuch dort nur allerallerwärmstens empfehlen! Sehr schön und sehr vergnüglich – wenn Herr Doschka die Führung macht.

20 Juli 2012

mein garten im juli



Ich bin ganz begeistert von meiner Spinnenblume (Cleome), die vor ein paar Tagen angefangen hat zu blühen. Vor allem, weil ich ein paar klitzekleine Minisämlinge im Joghurtbecher im Juni aus West Dean mitgebracht habe und niemals gedacht hätte, dass die das überleben! 


Meine Kapuzinerkresse hat begonnen, die Herrschaft über mein Gemüsebeet zu übernehmen. So üppig war sie noch nie. Aber dieses Jahr muss ich sie leider etwas in die Schranken weisen, denn das Gemüse braucht auch noch etwas Platz und Licht! Und der Salat, der aus Platzgründen im Frühbeet wohnt, muss jetzt auch gegessen werden, bevor er anfängt zu schießen. Keine einzige Blödschnecke war da dieses Jahr dran – das grenzt an ein Wunder! Wunderschön sieht auch der rot- und gelbstielige Mangold aus – ich guck mir den jetzt noch ein paar Tage an, bevor ich ernte!

14 Juli 2012

auf dem acker


Meine Freundin R. ist seit Kurzem stolze Besitzerin von 2 Reihen Ackerland. Das ist echt richtig nett dort, denn diesen Acker teilen sich vom Ackerprofi bis zum blutigen Anfänger viele Menschen. Vorige Woche durfte ich mit und wir haben Salat und Kohlrabi gepflanzt und Fenchel gesät. Als Arbeitslohn gab´s frische junge Erbsen, die waren soooo lecker! Nur kurz in heißer Butter schwenken mit viiieel frischer Minze – mmh ...

13 Juli 2012

nachklapp zum rosenfest



Ist ja nun auch schon wieder fast 2 Wochen her, aber ich hab heute erst meine Fotos runtergeladen. Die schönsten 3 hier oben sind für die Rosenfreundinnen (auch die männlichen natürlich) unter euch. Leider war das Wetter am Rosenfest nicht sooo dolle. In der Nacht von Samstag auf Sonntag hat ein Sturm einige Zelte und viele Pflanzen flachgelegt. Und der ganze Sonntag war so ziemlich komplett verregnet. Aber wozu gibt´s Gummistiefel und Regenschirme – die Leute kamen trotzdem :-)

02 Juli 2012

so langsam wird´s





Ich hole auf! Gewächshaus und Gemüsebeet sind endlich fertig bestückt – wobei: Was heißt beim Gärtnern schon fertig? – und die ersten Sachen können schon geerntet werden. Jetzt kommen noch die Blumenbeete dran. Im Gewächshaus wartet noch eine Menge selbstgezogener Sommerblumen auf´s Einpflanzen: Ziertabak, Akeleien, Delphinium, Abendlevkojen (mmh, die riechen so gut!), Zitronentagetes (die auch!) und Goldlack.


Meine Aurikeln machen mir etwas Sorgen. Bin ja noch ein absoluter Aurikel-Frischling, aber ich mag die. Die haben so was wahnsinnig altmodisches. Eine echte Oma-Blume. Nummer 1 hab ich mir auf der Isle of Wight an Ostern gekauft und ihr wisst ja sicher, wie das ist: Wenn dann noch irgendwann eine zweite dazukommt, hat das Sammeln praktisch schon begonnen. Inzwischen sind es schon sieben. Erst hatte ich sie im Gewächshaus und solange es einigermaßen kühl war, haben sie sich dort auch pudelwohl gefühlt. Und dann habe ich wahrscheinlich noch den Fehler gemacht, dass ich es wassertechnisch zu gut mit ihnen meinte und die Blätter teilweise zu faulen begannen. Jetzt stehn sie draußen im Schatten, aber wenn´s regnet, dann regnet´s halt und sie werden wieder nass. Kennt sich jemand von euch mit den Dingern aus? Ich find sie halt einfach zu schön und fänd´s schade, wenn sie sterben würden ...