Heute habe ich gelernt, dass das Leben kein Ponyhof ist. Wusste ich aber eigentlich schon ,-) Ich musste fast den ganzen Tag (unterbrochen nur vom Entladen eines Lasters voll mit Pflanzen aus der Gärtnerei) Schotter schippen!!! Eins der wunderschönen viktorianischen Gewächshäuser bekommt ein neues Dach – und da muss alles raus. Die Blumentische ringsum waren mit einer dicken Kieselschotterschicht belegt, der Boden darunter auch ... Das Beste daran: Ich bin noch nicht fertig ...
Weil das irgendwie ziemlich unspektakulär war und das auch fototechnisch gaaar nichts hergibt, möchte ich euch meine neue Tasse vorstellen: geil, gell?
06 März 2012
03 März 2012
die erdbeeren sind bereit
Das war´s doch noch nicht gewesen mit den Erdbeeren! Gestern früh durfte ich die Pflanzen erst mit einem Dünger namens „fish, blood & bone“ versorgen – ich denke mal, dass da auch drin ist, was drauf steht. Ich hab mal besser Handschuhe angezogen ... Sarah hat mir erklärt, dass das ein ziemlich ausgewogener organischer Dünger ist mit den Bestandteilen Stickstoff (gut für das Wachstum von Stängeln und Blättern), Phosphat (unterstützt die Blütenbildung) und Kaliumoxid (für´s Fruchtwachstum). Und dann wurde es sportlich – mit einer solchen Grabgabel musste ich dann den Dünger einarbeiten und gleichzeitig den Boden lockern, da durch das Umdiepflanzenrumgehirsche sich der Boden verdichtet hat. Am Ende sollte die Erde feinkrümelig aussehen: „... it must look as if nobody has been on it!“ Okee!
Am Nachmittag durfte ich Sarah helfen, Tomaten zu säen. Es wird ganz genau Buch geführt, welche Sorten eingesät werden und aus welchem Jahr der Samen stammt. Alles, was aus 2010 oder später kommt, ist gut. Von älterem Tomatensamen muss mehr eingesät werden, um genauso viele Pflanzen zu erhalten, weil er nicht mehr so gut keimt. West Dean Gardens bekommt von vielen Herstellern Samen geschenkt, dafür muss Sarah berichten, wie´s denn so war mit dem Ertrag. Ich habe gelernt, dass man die Erde nicht mit den Fingern in den Topf pressen soll, weil es dann die Wurzeln schwerer haben, sondern ganz leicht nur mit einem passenden Holzklotz, damit die Erde schön eben ist. Darauf kommt der Samen und darauf ganz vorsichtig eine dünne Schicht „silica sand“ – eine Art grober, aber sehr leichter Kieselsand. Ist eine Alternative zum Kompost, speichert aber besser die Feuchtigkeit. Und dann ab damit ins sehr warme und feuchte Gewächshaus! Wir haben gestern 40 Sorten gesät, pro Sorte 4 Samen in´s Töpfchen und nur der kräftigste und schönste Keimling darf dann weiterleben. So isses halt ...
01 März 2012
alle bambusstäbe sind jetzt sauber!
Aber wie! Begeisterung gab es heute morgen bei keinem der Praktikanten, als „cane washing“ angesagt war! „Canes“ sind Bambusstäbe, mit denen Pflanzen gestützt werden, und ich kann euch sagen: in West Dean gibt es viele davon – sehr viele! Und hier werden die erst mit Seifenlauge geschrubbt und gebürstet und anschließend desinfiziert. Wieder was gelernt: Lässt man den alten Dreck dran, können sich Pflanzen und Erde nämlich mit bösen Sachen infizieren.
War also erst mal nix mit grün heute morgen, dafür aber allerschönster Sonnenschein! Und nachmittags ging´s in die Erdbeeren: Alles verwelkte abschneiden und nur die kleinen hellgrünen funkelnagelneuen Blätter dran lassen. Das konnte ich schon. War aber interessant zu erleben, dass die das auch nicht anders machen ,-)
War also erst mal nix mit grün heute morgen, dafür aber allerschönster Sonnenschein! Und nachmittags ging´s in die Erdbeeren: Alles verwelkte abschneiden und nur die kleinen hellgrünen funkelnagelneuen Blätter dran lassen. Das konnte ich schon. War aber interessant zu erleben, dass die das auch nicht anders machen ,-)
29 Februar 2012
der frühling ist da
Ich bin soooo aufgeregt: Morgen fange ich ein 3-monatiges Praktikum in West Dean Gardens in Sussex an! Beim Erst-Spaziergang durch Chichester, wo ich die Zeit wohnen werde, habe ich dieses behäkelte Wasserrohr gefunden – ist das nicht wunderbar? Bestimmt ein gutes Zeichen! Und eins versprech ich euch: Ab Morgen wird´s hier grüner ...
22 Februar 2012
mein lieblingsplatz im garten
Die nächste GardenLife in Reutlingen steht ja praktisch schon wieder vor der Türe. Dort wird es im Juni ein Gartenkino geben, in dem – hoffentlich sehr viele – Bilder von Garten-Lieblingsplätzen gezeigt werden. Jetzt seid ihr gefragt, denn dafür werden eure Fotos gesucht!!! Jeder hat ja einen Platz im Garten, an dem er sich wohl fühlt und am liebsten aufhält. Bitte fotografieren und das Bild bis zum 15. April hier hochladen. Zu gewinnen gibt´s auch was: Unter allen Einsendern werden 10 x 2 Eintrittskarten für die GardenLife verlost (und die lohnt sich für Gartenfreunde UNBEDINGT!).
19 Oktober 2011
neid!!!
Eigentlich bin jemand, der so was wie Neid überhaupt nicht kennt. Aber als mir meine Freundin Renate letzte Woche diese Fotos von ihren Tomaten geschickt hat, bin ich doch blass geworden. DAS IST JA DER WAHNSINN!!! Um so mehr, als ICH die Pflanzen aus Samen gezogen habe und es sich also um DIESELBEN Sorten handelt, die bei mir im Gewächshaus wachsen (s. weiter unten - ich glaub, ich lösch das Bild ...).
Tja, Renate, wie das jetzt mit uns weitergehen soll, muss ich mir echt noch überlegen ,-)
18 Oktober 2011
samen sammeln
Hab den letzten Kürbis geerntet, die letzten Rote Bete, die letzten Tomaten. Das (Garten-)Jahr ist so gut wie rum und ich könnte echt wehmütig werden! Bevor ich aber jetzt ans Einmotten der Pflanzen gehe, habe ich noch geerntet, was die Natur davon übrig gelassen hat: Samen! Fast alles in meinem Garten ziehe ich inzwischen aus selbst gesammeltem Samen – aus dem eigenen Garten und wo ich mich halt sonst so zur rechten Zeit rumtreibe. Falls ihr das selbst mal ausprobieren wollt: Wichtig ist, dass die Samen trocken sind, bevor ihr sie in Papiertüten oder alte Briefumschläge füllt und dann an einem möglichst dunklen und trockenen Ort aufbewahrt. Das macht echt Spaß und ist auch für manche Überraschung gut, wenn man die Tüten nicht sooo genau beschriftet wie ich :-)
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